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Nebusal 7 % - Produktinformation

Nebusal ist eine sterile 7%-ige hypertone Kochsalzlösung, die klare Vorteile bei der Schleimbefreiung bringt. Außerdem ist sie kostengünstig und einfach in der Anwendung (Steril, 4ml Polyethylen- Quetschampulle, verwendbar in allen gebräuchlichen Verneblern).

Die 7%-ige hypertone Kochsalzlösung erhöht aufgrund ihrer osmotischen Effekte die Sekretmobilisation in den unteren Atemwegen bei Patienten mit persistierendem Mucus und bringt signifikante Reduktion des Antibiotikaverbrauchs:

  • Bei Anwendung von 7%-iger hypertoner Kochsalzlösung wurden insgesamt signifikant weniger Antibiotika wegen Exacerbationen eingenommen als bei Anwendung von 0,9%-iger Kochsalzlösung.
  • Im Sputum der Anwender von 7%-iger hypertoner Kochsalzlösung wurde kein Anstieg von Pseudomonas aeruginosa oder Staphylococcus aureus festgestellt.
  • Mukoviszidose-Patienten die 7%-ige hypertonische Kochsalzlösung erhielten, hatten signifikant weniger Exacerbationen und signifikant weniger Fehlzeiten am Arbeitsplatz und in der Schule und eine verbesserte Lebensqualität.

7%-ige hypertone Kochsalzlösung wird empfohlen von der BTS (British Thoracic Society) für die Behandlung von Mukoviszidose und Non CF-Bronchiektasen.

Neuer Wirkstoff gegen Cystische Fibrose

Der Wirkstoff Ivacaftor (VX-770) kann bei einigen Personen mit zystischer Fibrose, die eine G551D-Mutation aufweisen, signifikant die Lungenfunktion verbessern. Ivacaftor, auch bekannt als VX-770, beeinflusst das defekte Protein, das bei Personen mit einer G551D-Mutation verändert ist. Die Personen mit einer G551D-Mutation machen etwa fünf Prozent aller Personen mit zystischer Fibrose aus. 

Insgesamt bewerteten die Forscher in ihrer Studie die Lungenfunktionen von 161 Kindern mit einer zystischen Fibrose.Mithilfe von Lungenfunktionstests konnten die Wissenschaftler eine 17-prozentige Verbesserung der Lungenfunktion bei Studienteilnehmern, die VX-770 erhielten, nachweisen. Die Studienteilnehmer profitierten jedoch auch anderweitig von dem Medikament, zum Beispiel verminderten sich die Chloridkonzentrationen in ihrem Schweiß. Den Wissenschaftlern zufolge deutet die verminderte Salzausscheidung darauf hin, dass Ivacaftor den Salztransfer in Zellen hinein und aus Zellen heraus vereinfacht. 

Die Forscher beobachteten außerdem, dass die Studienteilnehmer im Gegensatz zu einer Kontrollgruppe etwa sieben Pfund an Gewicht zunahmen und weniger respiratorische Exazerbationen aufwiesen als die Kontrollgruppe mit dem Placebopräparat. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass VX-770 die Lebensqualität von Personen mit einer G551D-Veränderung und zystischer Fibrose verbessern könnte.
Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/47994/Neuer_Wirkstoff_gegen_zystische_Fibrose.htm am 12.11.2011

CF Focus

Neuikeiten aus der Forschung finden Sie im CF Focus, verfasst von Dr. Gratiana Steinkamp und zur Verfügung gestellt von der Fa. Roche:

 http://www.muko.net/

weiterklicken über Therapie Informationen zu

Mukoviscidose und dann über

Literatur zum Focus

Allergische bronchopulmonale Aspergillose – Diagnostik und Therapie

Die allergische bronchopulmonale Aspergillose ist eine schwere Komplikation der cystischen Fibrose. Verursacht wird sie durch eine allergische Reaktion auf Aspergillus fumigatus, einen Pilz der in unserer Umwelt überall vorkommt. Im Rahmen dieser Erkrankung kommt es zu einer intensiven entzündlichen Reaktion in der Lunge und einer Verschlechterung der Lungenfunktion. Eine frühe Diagnose ist wichtig, um mit einer rasch einsetzenden Therapie die Symptome verbessern und chronische Veränderungen verhindern oder geringhalten zu können. Die Diagnosestellung ist allerdings schwierig und wahrscheinlich wird auch aus diesem Grunde die Zahl der erkrankten Patienten sehr unterschiedlich angegeben. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist einer von zehn cystische Fibrose Patienten betroffen. Ein Ziel dieser Studie ist es, eine wahrscheinlich verläßlichere Untersuchungsmöglichkeit mit einem Bluttest zu überprüfen. Ein weiteres Ziel ist es, auch die Therapie der ABPA zu untersuchen. Als derzeitiger Therapiestandard gilt eine Cortisoneinnahme über Monate. Aus mehreren Fallberichten in den letzten Jahren, scheint eine neue Therapiemöglichkeit mit einem Pilzmittel, Itraconazol zu bestehen, mit der die Dauer der Cortisontherapie deutlich verkürzt werden könnte. In dieser Studie wird ein längeres Cortisonschema mit einem ganz kurzen Cortisonschema kombiniert mit Itraconazol verglichen.

 

Unter diesem Titel läuft seit etwa einem Jahr eine multizentrische Untersuchung an Zentren in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Studienkoordination erfolgt über das Kinderspital Salzburg.

Korrektur des Mukoviszidose-Defekts durch Curry?

Amerikanische Wissenschaftler konnten bei Mäusen (?F508 CFTR) den Mukoviszidose-Defekt durch Fütterung von Kurkumin nahezu vollständig aufheben. Bei Kurkumin handelt es sich um einen Inhaltsstoff aus dem Curry-Gewürz Kurkuma (Gelbwurz), das häufig in der asiatischen Küche Anwendung findet. Kurkumin bewirkt die starke Gelbfärbung und den intensiven Geschmack des Gewürzes.

 

Wie wirkt sich Kurkumin bei Mukoviszidose aus?

 

Bei Mukoviszidose ist das CFTR-Gen defekt. Das bedeutet, dass der Chloridionenkanal, der in diesem Gen angelegt ist, nicht oder nur unzureichend gebildet werden kann. Durch den gestörten Salztransport (Chlorid) kommt es zur Verstopfung verschiedener Organe wie Lunge und Bauchspeicheldrüse, was letztlich zu den komplexen Folgeerscheinungen der Mukoviszidose führt. Der Gendefekt ?F508 CFTR ist die häufigste Form der Mutation des CFTR-Gens;  bei ca. 70 Prozent aller Mukoviszidose Patienten Nord- und Mitteleuropas tritt diese Mutation auf. Diese bewirkt unter anderem, dass der CFTR-Chloridionenkanal zwar gebildet wird, aber nicht an seinen Bestimmungsort in der Zelle gelangen kann. Deshalb kann der Kanal nicht richtig arbeiten. Die Forscher konnten durch Potentialdifferenzmessungen nachweisen, dass der CFTR-Kanal nach Behandlung mit Kurkumin in Mäusen und in einer Hamster-Zellkultur wieder nahezu normal arbeitete. Die ?F508 CFTR Mäuse sind extrem anfällig für Verstopfung des Magen-Darmtraktes. In zehn Wochen sterben sechs von zehn Tieren daran. Nach Fütterung des Kurkumin starb nur noch eine der zehn Mäuse im genannten Zeitraum. Über Auswirkungen auf die Lungenerkrankung bei Mukoviszidose konnte aufgrund der fehlenden Symptomatik bei Mäusen nichts ausgesagt werden.

 

Zur Erklärung des Wirkmechanismus des Kurkumin stellen die Wissenschaftler unter anderem die Hypothese auf, dass Kurkumin so genannte Chaperone blockiert, die normalerweise verhindern würden, dass der defekte CFTR-Kanal seinen Zielort, die Zelloberfläche, erreichen kann. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass Kurkumin direkt an den defekten CFTR-Kanal bindet und dessen Eigenschaften so verändert, dass die normale Funktion wieder gewährleistet ist.

 

In den USA wird aufgrund dieser Ergebnisse durch die Cystic Fibrosis Foundation Therapeutics, Inc. (CFFT) eine Phase I Studie gestartet, an der ca. 25 Patienten teilnehmen sollen. Diese Studie dient der Erarbeitung von Dosis-Wirkbeziehungen, d.h., es soll die optimale Behandlungsstrategie gefunden werden. Die Wissenschaftler haben bei den Versuchen an Mäusen Konzentrationen verwendet, die auch hochgerechnet auf das höhere Körpergewicht von Menschen für diese unschädlich wären (45mg/kg Körpergewicht).

 

Die Ergebnisse wurden am 23.April im Magazin "Science" durch eine Kooperative von Wissenschaftlern aus Yale und Toronto veröffentlicht: Kurkumin, a major constituent of turmeric, corrects cystiv fibrosis defects. Marie E. Egan, Marilyn Pearson, Scott A. Weiner, Vanathy Rajendran, Daniel Rubin, Judith Glöckner-Pagel, Susan Canny, Kai Du, Gergely L. Lukacs, Michael J. Caplan. In: Science 23. April 2004, 304: 600-602.

 

Die Ergebnisse der Studien bleiben abzuwarten, da sich noch erweisen muss, inwieweit sich die bei Mäusen erzielten Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Dass  Kurkumin generell eine gesundheitsfördernde Wirkung (Antioxidans) zugesprochen wird, macht aber zuversichtlich in Bezug auf die zu erwartenden Ergebnisse. Kurkumin hat sich außerdem bisher auch in höheren Dosen als gut verträglich erwiesen. Allerdings könnte durch eine Behandlung mit Kurkumin nur Patienten mit dem Gendefekt ?F508 CFTR geholfen werden, nicht aber Patienten mit andersgearteten Mutationen.

 

Quellen:

  • Website des "Hospital for sick children", Toronto. www.sickkids.ca
  • Website: www.sciencedaily.com
  • Science-Veröffentlichung der Arbeitsgruppen um Michael J. Caplan und Gergely L. Lukacs (s.o.)
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